Freitag, 9. November 2012

Radfahrer – nein, danke!

Pressemitteilung vom 9.11.2012


ARGUS Radlobby Tirol ist schockiert über die Entscheidung des Innsbrucker Gemeinderats, das Radfahren in der Maria-Theresien-Straße zu verbieten.
Dieser Beschluss ist ein weiteres Signal der Innsbrucker Politik, Radfahren nicht zu fördern, nicht einmal zu dulden sondern im Gegenteil zu behindern und zu verbieten!

“Andere Städte freuen sich über viele RadfahrerInnen, die „Radhauptstadt“ Innsbruck will Radfahren lieber verbieten!“, ist Martina Gura von ARGUS Radlobby Tirol empört über die jüngste Entscheidung der Innsbrucker Politik. Der Beschluss des Gemeinderats kann nur als weiteres Indiz gedeutet werden, dass RadfahrerInnen in Innsbruck einfach nicht erwünscht sind.

Auf besonderes Unverständnis trifft die neue Regelung bei ARGUS Radlobby Tirol, weil für RadfahrerInnen keine attraktive Alternativroute von der Klinik (Inntalradweg) zur Altstadt möglich ist. „Im Großen und Ganzen funktioniert das Zusammenleben von FußgängerInnen und RadfahrerInnen in der Fußgängerzone sehr gut“ ist sich Gura sicher. „Sollte der Platz aber für beide Verkehrsteilnehmer zu knapp sein, dann sollte man doch lieber eine Tischreihe bei den zahlreich vorhandenen Gastgärten in der „Prachtstraße“ einsparen. Dann wäre wieder genug Platz für alle vorhanden.“

Über ein Radfahrverbot in der Maria-Theresien-Straße aber sollte erst abgestimmt werden, wenn es eine sicherer Alternativroute für RadfahrerInnen gibt.

Innsbruck ist mit 23 % Radanteil die Radhauptstadt Österreichs und sollte endlich beginnen, aktiv etwas für ihre RadfahrerInnen zu tun. Derzeit kann man nur sagen, dass der Radanteil TROTZ der Innsbrucker Gemeindepolitik so hoch ist.

Dass die Stadt am Willen Ihrer BürgerInnen vorbeiregiert, bestätigen alle Radumfragen der Umfragehomepage der Stadt „meinestadt-meinemeinung“. So zum Beispiel eine Umfrage vom Sommer 2012, bei der fast 60 % weniger und gar nicht zufrieden mit dem Radwegenetz in Innsbruck sind.

ARGUS Radlobby Tirol fordert daher die Stadt Innsbruck - insbesondere die Bürgermeisterin - auf, Radfahren nicht zu behindern, sondern endlich aktiv und mit großzügigen finanziellen Mitteln zu fördern.