Montag, 26. November 2012

Radweg hinter der Markthalle - Radfahrende sind täglich gefährdet

Der Inntalradweg hat in Innsbruck noch immer einige Lücken. Mit der Einbahnöffnung hinter der Markthalle wurde im Sommer 2012 eine dieser Lücken für Radfahrende geschlossen. RadlerInnen können seither flussabwärts am Herzog-Siegmund-Ufer durchgängig bis zur Innbrücke und weiter gelangen. Doch seit der Einführung des Radfahrens gegen die Einbahn ignorieren manche AutolenkerInnen hartnäckig die neue Parkordnung und gefährden so RadfahrerInnen.

ARGUS Radlobby Tirol fordert endlich ein effizientes Vorgehen für die Einhaltung der neuen Parkordnung, um die Sicherheit der Radfahrenden zu gewährleisten!

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Die Ausgangssituation seit Sommer 2012

Bis zum Sommer 2012 stellte die Einbahn hinter der Markthalle flussabwärts eine Barriere im Inntalradweg dar. Im Zuge der Errichtung der Gastgärten hinter der Markthalle wurde dann im Juli 2012 endlich eine langjährige Forderung von ARGUS Radlobby Tirol erfüllt und die Einbahn für RadlerInnen geöffnet.

Um die notwendigen Sicherheitsabstände zwischen den geparkten Autos und den RadfahrerInnen zu schaffen, wurden die verbliebenen Parkplätze von Schräg- auf Längsparker umgestellt. Als Ersatz für entfallene Parkplätze wurden auf der Westseite der Markthalle neue Stellplätze geschaffen.

Untragbare, gefährliche Situation seit Sommer 2012

Doch seit vier Monaten wird die neue Parkordnung missachtet! Die Folge: schräg geparkte Fahrzeuge ragen über die Sicherheitszone direkt in den Radstreifen. Konflikte und gefährliche Situationen sind vorprogrammiert und passieren am laufenden Band bei der Begegnung von Fahrrädern und PKWs und beim Ausparken. Auch FußgängerInnen, welche die Markthalle verlassen und die Fahrbahn überqueren wollen, fehlt die Sicherheitszone.

ARGUS fordert Abmahnung der Falschparker

„Offenbar reagieren manche AutofahrerInnen erst, wenn wirklich gestraft wird. Da RadfahrerInnen hier massiv gefährdet sind, rufen wir die Polizei und die Stadt auf, nach vier Monaten nun konsequent strafend einzugreifen“, fordert Martina Gura von ARGUS Radlobby Tirol. Die Stadt wurde bereits mehrmals auf die gefährliche Situation für die Radfahrenden hingewiesen.

„Würde man hier mit der gleichen Logik wie in der Maria-Theresien-Straße argumentieren, müsste nun der Gemeinderat ein Halte- und Parkverbot für alle KFZ beschließen.“, überlegt die Radvertreterin. Ob hier mit zweierlei Maß gemessen wird?

Fotoquelle: ARGUS Radlobby Tirol, Abraham